Projekte aus Holz

Die Küche für die erste eigene Wohnung


Als ich 2008 in meine erste eigene Wohnung gezogen bin, vorher hab ich in einer WG gewohnt, musste eine eigene Küche her. Merke: Steht in der Wohnungsbeschreibung "Küche", bedeutet das, das die Küche ein eigener Raum ist und nicht, dass eine Einbauküche vorhanden ist. Wie gesagt, es war meine erste eigene Wohnung.

Also, eine Küche musste her. Und da man als Student ja unter kronischem Geldmangel leidet durfte sie auch nicht all zu teuer sein. Ich habe dan diverse Küchenstudios, Billigmöbelmärkte, Ikea und Baumärkte auf der Suche nach einer günstigen Küchenzeile mit 3,4m Breite abgegrast. Entweder waren die Angebote zu teuer, die Schränke zu labil oder die Zeile gab es nur in genau 2,6m Breite.

Also blieb nur das Selberbauen. Ich habe mir also Preise für Plattenmaterial besorgt und bin dabei eher zufällig auf Fichte Arbeitsplatten in 36mm Stärke gestoßen. Das tolle war, dass die Platten nicht diese abgerundete Vorderkannte hatten, wie man sie von Arbeitsplatten kennt, sondern die Kanten einfach nur gefast waren. Und es gab die Platten in 2m und 3m für 15€/lfm.

Die Entscheidung stand fest: Das werden die Seiten der Korpen!

Also habe ich die Küche in "Endlosbauweise" geplant. Die Böden sind aus 18mm Leimholz, mit Lamellos und Excenterverbindern eingebaut. Backofen und Kühlschrank stehen auf 36mm Leimholz. Die Platten wurden alle geölt.

Der Aufbau der Korpen ging recht einfach. Erst die rechte Seite mit dem Hochschrank für den Kühlschrank, dann die linken drei Elemente und schließlich die Böden im Backofenelement nur zwischen die aufgebauten Teile geschoben. Fertig.

Die Türen und Schubkastenvorderstücke sind ebenfalls aus 18mm Leimholz gefertigt. Was im Endeffekt nicht die beste Idee war und irgendwann nochmal geändert werden muss. Das Leimholz verzieht sich durch die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen innen und außen vom Schrank recht schnell und hatte dabei sogar die Kraft, Kühlschrank und Gefrierfach zu öffnen, weshalb ich dort die Mitnehmer der Türen entfernen musste. Gratleisten haben bei den anderen Türen etwas geholfen, nur hier war innen einfach kein Platz dafür. Die Tür des Gefrierfaches hat darum die Gratleisten auch außen. Nicht schön, aber anders ging es nicht.

Die Schubkästen sind von Ikea zugekauft. Mechanische Vollauszüge, Metallkästen und ein 8mm Boden aus Spanplatte. Und das ganze noch zu einem Preis, für den ich anderswo nichtmal die Auszüge bekommen hätte.

Als Arbeitsplatte hatte ich eigentlich auch an eine Fichtenarbeitsplatte gedacht, habe mich dann aber doch für die härtere Akazie entschieden. Obwohl die Akazie wohl eher Robinie ist, aber egal. Auch gefällt mir der Kontrast der dunklen Arbeitsplatte zu den hellen Fronten sehr gut.

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Für die Zukunft sollen also auf jeden Fall noch die Fronten ausgetauscht werden. Momentan schweben mir Rahmentüren mit Füllungen vor. Siebdruckplatten in einem dunklen Lilaton würden sich hier sicher gut machen...
Außerdem könnte an den Hochschrank noch ein Apothekerschrank kommen. Bei Ikea gibt es die Schubkästen auch in 40cm Breite. Die wären ideal für einen Apothekerschrank.
Und Oberschränke sollen natürlich auch noch hinzu kommen. Dann natürlich mit satiniertem Glas als Füllung und Türen, die nach oben öffnen.

Irgendwann...

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